Die MÄNN feierte am vergangenen Wochenende ihr traditionelles Patronatsfest, das erneut zeigte, wie lebendig und engagiert die Gemeinschaft der historischen Schützenbruderschaft ist. Mit einer gelungenen Mischung aus Besinnlichkeit, sportlichen Höhepunkten und geselligem Beisammensein wurde das Jahr feierlich eingeläutet

Traditioneller Auftakt mit Messe und Frühstück
Das Fest begann wie gewohnt mit dem Treffen der Bruderschaft auf dem Kapellenplatz. Von dort aus führte ein Bittgang zum Sent Tönnes Hüske, bevor in der Antonius-Kapelle eine Messe abgehalten wurde. Nach den besinnlichen Momenten versammelten sich die 43 anwesenden Bruders zum gemeinsamen Frühstück im „Goldenen Löwen“, wo die gute Bewirtung den perfekten Rahmen für die erste Versammlung des Jahres bot.
Besonderer Applaus galt Manfred Gloger, der nach einer schweren Krankheit wieder unter seinen Bruderschützen war und herzlich willkommen geheißen wurde. Ein emotionaler Moment, der die enge Verbundenheit der Gemeinschaft spürbar machte.
Sportliche Ehrungen: Ein historischer Erfolg für Charlyne Faahsen
Im Mittelpunkt der Ehrungen standen die sportlichen Leistungen des vergangenen Jahres. Schießmeister Jürgen Kisters eröffnete mit der Verleihung der Abzeichen an die treffsichersten Mitglieder. Herausragend war dabei die Leistung von Charlyne Faahsen, die mit 47 Ringen beim MÄNN-Pokal-Schießen gleich zwei Trophäen gewann: den MÄNN-Pokal sowie den Bestschützen-Pokal.
Ihre Leistung ist aus mehreren Gründen besonders bemerkenswert: Es war der erste Auftritt von Frauen bei den Wettbewerben – und Faahsen erlangte direkt beide bedeutenden Pokale. Dieser Erfolg, so wurde mehrfach betont, ist ein Meilenstein in der Geschichte der MÄNN.
Auch Vera Deckers, Ashley Faahsen und Patrick Schweren beeindruckten: Sie errangen in nur einer Saison Bronze-, Silber- und Gold-Abzeichen – ein bemerkenswertes Ergebnis für Neulinge.
Langjährige Mitgliedschaften und besondere Ehrungen
Neben den sportlichen Leistungen würdigte die Bruderschaft zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue und ihren Einsatz:
Kai Müllemann wurde für seine zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Trotz seines jungen Alters hat er sich bereits als engagiertes und verantwortungsbewusstes Mitglied bewiesen. In seiner Rolle als 2. Offizier übernimmt er wichtige Aufgaben und trägt aktiv zum Vereinsleben bei. Sein Einsatz, seine Verlässlichkeit und sein Ehrgeiz machen ihn zu einem der vielversprechendsten Hoffnungsträger des Vereins. Mit seinem Engagement setzt er ein starkes Zeichen für die Zukunft und inspiriert andere, sich ebenfalls einzubringen.
Hans Maas, seit über 40 Jahren ein treuer und stiller Unterstützer der MÄNN, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht persönlich anwesend sein. Dennoch wurde seine langjährige Verbundenheit und sein unermüdlicher Einsatz für den Verein gewürdigt. Als Zeichen der Anerkennung erhielt er den Jubelorden für seine Treue. Mit seinem Engagement und seiner beständigen Unterstützung hat er maßgeblich zum Vereinsleben beigetragen und bleibt ein geschätztes Mitglied der Gemeinschaft.
Wolfgang Schaffers, Gründungsmitglied der Fahnenschwenker-Gruppe, wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Jubelorden geehrt. In diesen vier Jahrzehnten hat er sich in vielfältiger Weise um den Verein verdient gemacht. Als ehemaliger König und stellvertretender Präsident prägte er das Vereinsleben maßgeblich und setzte sich mit großem Engagement für die Gemeinschaft ein. Seine Verdienste und sein unermüdlicher Einsatz machen ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit des Vereins, die auch weiterhin als Vorbild und Stütze geschätzt wird.
Manfred Helmus wurde für beeindruckende 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Kurz nach dem Vogelschießen 1974 trat er in die Gilde ein und übernahm seither zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben. Sein erster Einsatz als Adjutant eines Königs erfolgte 1981 – eine Rolle, die ihm offenbar besonders lag, denn auch 1986 und 2001 diente er in dieser Funktion. 1983 krönte er sein Engagement mit dem Erringen der Königswürde.
Besonders am Herzen lag ihm die Vereinsfahne: Von 1998 bis 2016 war er als Fahnenoffizier aktiv und begleitete zahlreiche Schützenumzüge und Veranstaltungen mit großer Hingabe. Für seine langjährige Treue und sein außergewöhnliches Engagement wurde ihm der Jubelorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit der Jahreszahl 50 verliehen – eine verdiente Ehrung für ein halbes Jahrhundert gelebte Schützentradition.
Paul Vermeegen kann auf eine außergewöhnlich lange und beeindruckende Vereinszugehörigkeit zurückblicken. Bereits am Palmsonntag 1974 trat er der MÄNN bei, und nur wenige Wochen später, am 1. Mai 1974, übernahm er bereits Verantwortung als Adjutant von König Mathias Janssen. Sein Engagement setzte sich fort: Im Festjahr 1976 wurde er Festkönig, begleitet von Hermann Toonen, dem Vater von Wolfgang Toonen, als seinem Adjutanten. 1978 übernahm er erneut die Rolle des Adjutanten, während er von 1974 bis 1980 als zweiter Offizier tätig war. Ab 1980 lenkte er fünf Jahre lang als Leiter des Vergnügungsausschusses die geselligen Geschicke des Vereins. Für seine beeindruckenden 50 Jahre Treue und seinen unermüdlichen Einsatz wurde Paul Vermeegen mit dem Jubelorden für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft ausgezeichnet – eine Ehrung, die seine tiefe Verbundenheit und seinen langjährigen Beitrag zur Gemeinschaft würdigt.
Auch Henk Willems, der seit 2021 Mitglied ist, wurde für seine herausragenden sportlichen Erfolge geehrt. Mit großem Ehrgeiz und beeindruckenden Leistungen hat er sich nicht nur innerhalb des Vereins, sondern auch über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht. Für sein außergewöhnliches Engagement und seine sportlichen Erfolge wurde ihm das Ehrenkreuz des Sports in Bronze verliehen – eine verdiente Anerkennung für seinen Einsatz und seine Disziplin.
Flexibilität und Gemeinschaft im Fokus
Ein weiteres Highlight des Tages war das Frühstück der Frauen, das kurzfristig umorganisiert werden musste, nachdem das gebuchte Café absagte. Dank der spontanen Hilfsbereitschaft von Karin Schuler, Ehefrau des Adjutanten, konnte das Event reibungslos stattfinden. Auch der abendliche Suppenempfang zeigte, dass die Bruderschaft jederzeit für spontane, gesellige Momente bereit ist.
Geselliges Beisammensein und Tombola
Das Fest fand seinen Ausklang bei einem Frühschoppen im „Brauhaus Kävelse Jüj“ und einem Mittagessen im „Goldenen Schwan“. Letzteres überzeugte mit exzellenter Bewirtung und guter Stimmung. Schießmeister Jürgen Kisters und sein Stellvertreter Hans Faahsen organisierten zudem eine Tombola zur Unterstützung der Jugendarbeit – ein weiteres Zeichen für das soziale Engagement der Bruderschaft.
Ein gelungener Festtag
Das Patronatsfest 2025 bewies einmal mehr, wie lebendig die Traditionen und der Zusammenhalt der MÄNN sind. Mit sportlichen Erfolgen, emotionalen Ehrungen und geselligem Austausch wird dieser Tag allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Die Bruderschaft blickt damit gestärkt und motiviert auf die kommenden Herausforderungen des neuen Jahres.