Bundeskönigschießen in Heinsberg

Von In Allgemein

Diözesankönig Michael van Bühren

Ein Novum in der Vereinsgeschichte seit 486 Jahren

Das hatte sich Michael van Bühren zu beginn seiner Amtszeit nicht träumen lassen. Scheibenkönig Bezirksschützenfest, Teilnahme Landesschützenfest und die Krönung: Diözesankönig des Bistums Münster. Empfang im Rathaus zu Münster inklusive Eintrag ins goldenen Buch der Stadt Münster. Bedeutet im Umkehrschluss, die Reisekasse wird geplündert. Für diese außergewöhnlichen Ereignisse nimmt man dies garantiert SEHR gerne in Kauf.

Gruppenfoto im Rathaus in Münster – 22.09.2017

In Pastors Garten fand zum ersten Mal im Juni 2017 das Bezirksschützenfest statt. Der Vorschlag kam von Pastor Lohmann, dieses in Verbindung mit einer Schützenwallfahrt im Garten an der Basilika zu veranstalten. Michael van Bühren errang dort den Titel des Bezirks Scheibenkönigs. Wenige Wochen später in Weeze war das Landesschützenfest. Markus Holz war dort startberechtigt, konnte aber krankheitsbedingt nicht antreten. Kurzerhand wurde Michael van Bühren nachgemeldet. Dem Antrag wurde stattgegeben und Michael konnte an dem Wettbewerb teilnehmen. Leider blieb ihm das Glück nicht hold, und man fuhr leider mit leeren Händen, trotzdem bester Laune, wieder gen Heimat. Die große Stunde von Michael van Bühren jedoch sollte noch kommen. Das Bundeskönig- und Diözesanschützenfest in Heinsberg stand noch auf dem Stundenplan. In den frühen Morgenstunden machte sich unser König Michael mit der Vereinsabordnung und deren Frauen auf den Weg nach Heinsberg. Konzentriert und selbstbewusst wurden die drei Schüsse ins Ziel gebracht. Auf das Ergebnis hingegen musste man ein wenig warten. Gegen 17.45 Uhr schließlich war es soweit. Die Ergebnisse waren ausgewertet und wurden mit Spannung erwartet und letztendlich auch verkündet. Der Jubel aus der Ecke um die Gruppe aus Kevelaer war unüberhörbar, als es hieß: ‚Zwei Mal die Zehn, und ein Mal die acht. Diözesankönig aus dem Bezirk Münster heißt Michael van Bühren.‘ Die Freude war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

v.l.n.r.: stellvertretender Bezirksbundesmeister Gerd Stassen, Präses Pastor Andres Poorten, Bürgermeister Dominik Pichler, Diözesankönig Michael van Bühren, Adjutant Nils Papon, Michael Kalkar, stellvertretender Stadtbundmeister Thomas Nolden und Michael Jansen

Am nächsten Tag machte sich die Abordnung wieder auf den Weg gen Heinsberg. Während der Festmesse, zelebriert vom Aachener Bischof Helmut Dieser wurde das große Königssilber der Diözese Münster überreicht und Michael konnte beim großen Schützenumzug durch den Ortskern von Heinsberg die erreichte Würde präsentieren. Anstrengende, aber schönen Stunden beim Bundesschützenfest, fanden dort ihr Ende. Fanden sie überall ihr Ende? Nein, ein kleines Städtchen am Niederrhein setzte sich dem entgegen. Kurz entschlossen wurde noch etwas Großes organisiert. Einer Sternfahrt ähnlich strömten von allen Seiten Schützenbrüder von allen befreundeten Gilden und Bruderschaften aus dem Stadtbund und des Bezirksverbandes am Peter – Plümpe – Platz herbei. Mitglieder des Musikvereins Kevelaer waren trotz eines schon strammen Tagesprogramms mit dabei, um Michael unter den Klängen der Marschmusik zum Rathaus zu bringen. Die Gilde um Michael van Bühren und seinem Adjutanten Nils Papon wurde ‘Bei Norma’ abgefangen und mit musikalischer Begleitung zum Rathaus geleitet. Bürgermeister Dominik Pichler und Pastor Andreas Poorten konnten sich von ihren Terminen frei machen, um Michael zu ehren.

Michael van Bühren und Nils Papon vor der Übergabe der Diözesankönigskette

Unser Bürgermeister gratulierte für die Stadt Kevelaer, freute sich mit Michael und der Antonius-Gilde über diesen tollen Erfolg und richtete im Auftrag von Weihbischof Rolf Lohmann ausdrücklich die besten Wünsche aus. Weihbischof Rolf Lohmann feierte an diesem Tag seinen Abschied als Pastor in St. Marien und konnte seine zahlreihen Gäste im Petrus – Canisius – Haus nicht alleine lassen. Quasi sein letzter Wunsch in Kevelaer.

Michael im Kreis des Diözesanvorstandes im Rathaus in Münster

Nun ergriff Pastor Poorten das Mikrofon: „Da haben Sie den Vogel abgeschossen – dieser Begriff scheint aus dem Schützenwesen zu stammen, aber es bedeutet wohl auch so viel wie `Glück gehabt´. Ihr Namenspatron, der Erzengel, der Heilige Michael, war auch sehr wohl bewaffnet und nicht nur die Kerzenkapelle steht unter seinem Schutz. Sie haben beim Bundesfest alle anderen Könige aus der Diözese Münster in die Schranken gewiesen und sind so sicher ein guter Schutz für das Festjahr.“ Stadtbrandmeister Georg Metzelaers sperrte kurzerhand einen Teil des Platzes mit seinem Dienstwagen ab, so dass dort ein Fahnenschwenken stattfinden konnte. In der 486 jährigen Vereinsgeschichte der St. Antonius-Schützen – Gilde Kevelaer ist Michael van Bühren der erste Diözesankönig aus unseren Reihen. (Auszug aus der Rede des Präsidenten Wolfgang Toonen) Der Stadtbundvorstand unter der Führung des stellvertretender Stadtbundmeisters Thomas Nolden (Stadtbundmeister Rainer Koppers war als stellvertretender Gildenpräsident mit in Heinsberg) gratulierte ebenfalls vollzählig. Gerd Stassen, stellvertretender Bezirksbundesmeister, begrüßte Michael, auch im Namen von Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix, der sich im Urlaub befand. Einen lieben Dank an Gerd Stassen, der den tollen Empfang in Kevelaer federführend organisiert hat. Nach dem Fahnenschwenken und einem Umzug durch die Stadt wurde noch lange im Gelder Dyck gratuliert und gefeiert. Damit war das Thema aber noch nicht beendet.

Nach dem Eintrag in Goldene Buch der Stadt Münster

Die Diözesanstandarte sollte noch in Münster verliehen werden. Mit Präsident Wolfgang Toonen, der Fahnenabordnung, seinen Eltern und weiteren Freunden machte sich Michael van Bühren auf den Weg nach Münster. Vor Ort bekam unsere Fahnenabordnung (Dirk Schuler – Hans Faahsen – Peter Knell) die Standarte verliehen, und Michael trug sich während einer tollen Feierstunde ins goldene Buch der Stadt Münster ein.

Siegerurkunde

Der nächste Auftritt ist unser Königs Gala Ball im Petrus Canisius Haus in Kevelaer. Wir sind wieder vor Ort.